Kloster und Kirchen
| Kloster (Die Glocken) |
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| Geschrieben von: Administrator |
| Sonntag, den 28. November 2010 um 07:46 Uhr |
Die GlockenI. Die älteste, mit 21 Zentnern schwerste Wetterglocke stammte wohl noch aus romanischer Zeit. Sie trug die Inschrift, die auf deutsch lautet: Vor meinem Schall mit Pfeilesschnelle Diese Glocke soll beim Totengeläut für den alten Kaiser Wilhelm im Jahr 1888 einen Sprung bekommen haben. Ehe sie umgegossen wurde, ließ man einen Gipsabguß von ihr anfertigen, nach dem dann der Neuguß 1889 vorgenommen wurde. Sie hatte den Ton Es. Ihr historischer Wert wurde so hoch eingeschätzt, daß sie im 1. Weltkrieg von der Beschlagnahme befreit blieb. Im 2. Weltkrieg wurde sie mit zwei anderen Glocken abgenommen. Der Gipsabguß im Stuttgarter Museum ist ebenfalls dem Krieg zum Opfer gefallen.
Die Zweitälteste 6 Zentner schwere Feuerglocke stammt aus dem Jahr 1550, also der Zeit des letzten katholischen Abts Jakob Hohenreuter, der auch das Dach mit dem Staffelgiebel auf den Turm setzen ließ und dabei wohl zugleich diese Glocke stiftete. Sie trägt die Namen der vier Evangelisten und des Kirchenvaters Ambrosius: MATHEIS - MARXUS - LAUXUS - JOHANS - AMBROSIUS Seit 1935 wurde diese Glocke nicht mehr geläutet. Wegen ihres Alters entging sie der Ablieferung. Am 22. November 1960 wurde sie, nachdem sie lange in der Kirche gestanden hatte, wieder auf den Turm gehängt, ohne geläutet zu werden. Sie hat den Ton C.
Eine dritte Glocke, 1788 gegossen, über die weiteres nicht mehr bekannt ist, wurde 1917 als einzige der hiesigen Glocken abgenommen.
IV. Im Jahre 1923 stiftete ein Sohn Alpirsbachs in St. Louis die 6 1/2 Zentner schwere B-Glocke. Sie kostete 13,7 Millionen Reichsmark. Diese Friedrich-Widmann-Glocke wurde als zweite Glocke 1941 abgenommen. Ihre Inschrift lautete: Im 1923. Jahr, da Hermann Schoder Stadtpfarrer, Wilhelm Schwarz Stadtschultheiß und Gottlob Löffler Mesner war, gestiftet von Architekt Friedrich Widmann in St. Louis in Amerika. Auf unser Volk drückt Leid und Not,
V. Im Jahre 1934 stiftete Frau Klara Sauter zum Gedächtnis ihres 1933 verstorbenen Gatten eine Glocke von 13 1/2 Zentner mit dem Ton G und folgender Inschrift: Labor vincit omnia. Im Jahre des 400jährigen Gedächtnistags der Einführung der Reformation im Kloster Alpirsbach zum Andenken an ihren Gatten, Apotheker Willy Thomas Sauter, gestiftet von Clara Helene Sauter geb. Henninger. Diese Glocke wurde als dritte im Jahr 1941 abgenommen.
VI. Als Ersatz für die nicht mehr läutbare Feuerglocke (II.) wurde 1935 von Gliedern der Familie Trick zum Gedächtnis an Ludwig Trick anläßlich dessen 100. Geburtstags die 5 1/2 Zentner schwere und im Ton C stehende Ludwig-Trick-Glocke gestiftet. Sie trug die Inschrift: Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden. Ludwig Trick zum Gedächtnis — 17. Dezember 1935. Als einzige Läutglocke verblieb diese Glocke im 2. Weltkrieg. Bei der Vervollständigung des Geläutes nach dem Krieg wurde sie der Harmonie wegen ersetzt durch eine H-Glocke (IX.).
VII. Zum 850jährigen Klosterjubiläum im Jahre 1949 wurde als erste neu gegossen die Schiedglocke mit dem Ton Gis, sie ist 11 1/2 Zentner schwer. Ihre Inschrift: Ich lebe und ihr sollt auch leben! Diese Schiedglocke wird geläutet nach dem Eintreten eines Todesfalls am Vormittag um 9 Uhr.
VIII. Die Cis-Glocke, mit ihren 4,8 Zentnern, ist die kleinste Glocke. Ihre Inschrift: Gelobet sei der Herr,mein Hort, mein Schutz, Erstgeläute zum 850jährigen Jubiläum 28. August 1949
IX. Anstelle der Trick-Glocke (VI.) wurde im Jahre 1960 gegossen die Taufglocke, mit dem Ton H, 6 3/4 Zentner schwer, und der Inschrift: Komm, heiliger Geist - Alpirsbach 1935/1960
X. Die größte Glocke mit 26 1/2 Zentner, die Betglocke mit dem Ton E und der Inschrift: Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist XI. Eine fünfte Glocke vervollständigt das Geläute mit dem Ton Fis und 17,8 Zentner, genannt Kreuzglocke. Sie trägt die Inschrift: Diese fünf Glocken ergeben zusammen das Motiv „Herr Gott, Dich loben wir!" Wenn an den gewöhnlichen Sonntagen nur vier Glocken geläutet werden: „Christ ist erstanden".
Empfang der Glocken am 18. November 1960 |
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