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Die Kantorei trifft sich jeden Mittwoch von 19:45 bis 22:00 Uhr in der Klosterkirche zur Probe. Neue Mitglieder sind jeder Zeit willkommen.

Kloster (Die Grabsteine) PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Administrator   
Sonntag, den 28. November 2010 um 07:19 Uhr

Die Grabsteine in der Klosterkirche

  1. Die Grabsteine
    1. Grabplatte von Abt Hieronymus Hulzing (1479-1495)
    2. Grabplatte von Abt Alexius (1505-1523)
    3. Grabplatte von Abt Eberhard
    4. Grabplatte von Abt Heinrich Haug (Hagg) (1397-1414)
    5. Grabplatte für Abt Konrad II. (1117-1127)
    6. Grabplatte der Äbte Georg Schwarz und Gerhard Münzer
    7. Grabplatte von Volmar von Brandeck
    8. Grabplatte von Abt Andreas von Neuneck (1455-1470)
    9. Grabplatte von Frau Martha Junginger geb. Weber von Herrenberg
    10. Grabplatte von Abt Volmar von Brandeck (1271-1297)
    11. Nicht mehr zu entziffern
    12. Grabplatte mit dem Wappen der Grafen von Zollern
    13. Grabplatte mit Wappen der Grafen von Sulz
    14. Grabplatte für Frau Susanna Catharina Göckel
    15. Grabplatte des Jakob Stolz
    16. Grabplatte für Abt Alexius (Totengerippe) (1505-1523)
    17. Grabplatte eines Ritters
    18. Grabplatte des ev. Abts D. Iohann Kraft (1689-1695)
    19. Grabplatte von Magdalena Juditha Burger geb. von Reischach († 1632)
    20. Grabplatte von Abt Kaspar Krauss († 1638)
    21. Grabplatte der Familie Sturm
    22. Grabplatte eines Abts
    23. Grabplatte eines Unbekannten
    24. Grabplatte eines unbekannten Priestermönchs (14. Jh.)
    25. Grabplatte von Abt Walter Schenk von Schenkenberg (1303-1337)
    26. Grabplatte von Dorothea Frig (Frick?)

Die Grabsteine

Im Kloster haben eine ganze Reihe von Toten ihre letzte Ruhe gefunden. Nicht nur in der Kirche, wo in der katholischen Zeit außer den Äbten und einzelnen Priestermönchen nur die Schirmvögte beigesetzt wurden. Auch im Kreuzgang und selbst im Kapitelsaal stieß man auf Gräber. Nach der Reformation waren es außer dem einzigen evangelischen Abt, der im Chor der Klosterkirche bestattet wurde, Laien, meist Frauen, die in dem Teil der Kirche, der nicht mit Bänken belegt war, begraben worden sind.

Als Ende der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts der Boden der Kirche mit neuen Platten belegt wurde, hat man die Grabplatten, die allermeist über den Gräbern lagen, um sie davor zu schützen, noch stärker abgetreten zu werden, gehoben und teilweise ins Querschiff oder die Sulzer Kapelle verlegt. Dort sind jetzt noch einige besonders stark abgetretene Platten auf dem Boden liegend zu sehen. Die meisten hat man aber an den Wänden der Kirche ringsum aufgerichtet. Dabei ist leider versäumt worden, festzustellen, wo sie ursprünglich gelegen hatten.

Die Grabungen, die zum Einbau der Heizung im Januar 1962 vorgenommen wurden, haben eine Reihe von Gräbern ans Licht gebracht. Nur ein Teil von ihnen ließ sich mit einiger Sicherheit bestimmen, wie das Grab des Stifters Adelbert von Zollern. So wissen wir heute zwar von den meisten Grabplatten, wen sie bezeichnen, von den wenigsten aber, wo die betreffenden Toten liegen.

Es sind 26 Grabplatten festzustellen, von denen 13 für Äbte, 3 für andere Mönche und 8 für Laien bestimmt sind, während zwei nicht mehr zu erkennen sind. Die Zahl der Toten, die in der Kirche begraben liegen, haben wir noch höher anzusetzen. Weist doch allein die Reihe der katholischen Äbte bis zur Reformation dreißig Namen auf. Sie dürften fast ausnahmslos in der Kirche beigesetzt sein.

 

I. Grabplatte von Abt Hieronymus Hulzing (1479-1495)
(Westwand des Mittelschiffs, südlich des Hauptportals)

Inschrift:
Anno domini millesimo quadringentesimo nonagesimo quinto XVI kalendas junii obiit reverendus in Christo pater ac Dominus Ieronymus huius monasterii abbas.

Deutsch:
Im Jahre des Herrn 1495, am 17. Mai, starb, in Christus, der ehrwürdige Vater und Herr Hieronymus, Abt dieses Klosters. (Errichtung des Denkmals 1497.)

 

II. Grabplatte von Abt Alexius (1505-1523)
(Westwand des Mittelschiffs, nördlich des Hauptportals)

Inschrift:
Moritur anno ... solitae regna celica vitae conscia mente meditatus in umbra miserae carnis mox desiturae Reverendus in Christo pater et dominus Alexius abbas ... exanimatum desiderat subter quiescere corpus spiritu salvo.

Deutsch:
Es stirbt im Jahr (1523), der mit wachem Sinn im irdischen Leben stand und dabei doch auf das Himmelreich sann, überschattet von seinem schwachen Leib, der bald hinfallen wird, der in Christo verehrungswürdige Vater und Herr Alexius, Abt ... Er sehnt sich danach, daß sein entseelter Leib hier unten ruhe, seine Seele aber selig werde.
(Dazu gehörend die Grabplatte Nr. XVI)

 

III. Grabplatte von Abt Eberhard
(Westwand des nördlichen Seitenschiffs)

Inschrift:
† DORMIT EBIRHARDUS PATER I-IIC IN PACE BEATUS NEXIBUS EREPTUS NECIS EST AD SIDERA VECTUS

Deutsch:
Hier ruht Vater Eberhard im Frieden. Des Todes Banden entrissen ist er selig zu den Sternen gefahren.
(Von Abt Eberhard, der wohl 1173 gestorben ist, weiß man weder den bürgerlichen Namen noch die Dauer seiner Regierung.)

 

IV. Grabplatte von Abt Heinrich Haug (Hagg) (1397-1414)

Inschrift:
† anno domini MCCCCXIV in die luce obiit hainricus abbas dictus haugg

Deutsch:
Am St. Lukastag (18. Okt.) 1414 starb Abt Heinrich Haug.

 

V. Grabplatte für Abt Konrad II. (1117-1127)
(Westwand des nördlichen Seitenschiffs, ganz rechts)

Inschrift:
† CONRADUS † ABBAS † VOS QUI TRANSSITIS PER ME QUID DISCITE SITIS SUM QUOD VOS ERITIS; FUERAM QUANDOQUE QUOD ESTIS MARCIUS INTERNIS DENIS FINISSE KALENDIS FERTUR PRESENTEM SPE MELIORE PATREM

Deutsch:
† Abt Conrad † Ihr, die ihr vorübergehet, erfahret durch mich, was ihr seid: ich bin, was ihr sein werdet; einst war ich, was ihr seid. Der 17. Februar soll diesem Vater das Ende gebracht haben mit der Hoffnung auf ein besseres Leben.

 

VI. Grabplatte der Äbte Georg Schwarz und Gerhard Münzer
(Nordwand des nördlichen Seitenschiffs)

Inschrift:
Anno Domini 1479. 18. Kalendas maii obiit dominus georius, huius monasterii de primis reformatoribus abbas pius. Anno Domini 1505, 17. Kalendas Februarii obiit dominus gerhardus minzer huius loci abbas

Deutsch:
Im Iahre des Herrn 1479, am 14. April, starb Herr Georg, der fromme Abt dieses Klosters, der einer von den ersten Reformern war (1471-1479) Im Iahre des Herrn 1505, am 13. Januar, starb Herr Gerhard Münzer, hiesiger Abt. (1495-1505)
(Das Grabmal muß nach dem Tode von Abt Gerhard für beide als Förderer der Bursfelder Reform gemeinsam gesetzt worden sein.)

 

VII. Grabplatte von Volmar von Brandeck
(Ostende der Nordwand des nördlichen Seitenschiffs)

Inschrift:
HIE LEIT BEGRABEN DER EDELL UND VEST VOLMAR DER ZEIT LETSZT VON BRANDECK MEIT SAMT SINEN BEDEN HVSFROWEN DENEN GOT GENEDIG UND BARMHERZIG SIE. AMEN.

(Das Epitaph ist errichtet worden nach dem Tod der ersten Frau im Iahre 1521, deren Familienwappen unten links zu sehen ist. Die Iahreszahlen MD (1500) beim Wappen des Mannes und der zweiten Frau sollten nach deren Tod ergänzt werden, was aber nicht geschah. Volmar und seine zweite Gattin sind in Hirrlingen begraben. Das Grab, eine gewölbte Gruft, wurde am 14. Februar 1962 gefunden und geöffnet, jedoch unberührt gelassen und mit Erde eingedeckt.)

 

VIII. Grabplatte von Abt Andreas von Neuneck (1455-1470)
(Nördliches Querschiff, Westwand)

Die Bruchstücke lassen sich nicht mehr entziffern.
Abt Andreas, ein tatkräftiger Mann, der die Ordnung im Kloster wiederherstellte und die Reform förderte, mit Graf Eberhard befreundet, erhielt 1459 von Papst Pius II. das Recht des Gebrauchs der infulierten Mitra.

 

IX. Grabplatte von Frau Martha Junginger
(auf dem Boden)

Geborene Weber von Herrenberg, Schwiegermutter des Klosterverwalters Stehlin.
Begraben 7. Januar 1616

 

X. Grabplatte von Abt Volmar von Brandeck (1271-1297)
(auf dem Boden)

 

XI.
(auf dem Boden)
Nicht mehr zu entziffern.

 

XII. Grabplatte mit dem Wappen der Grafen von Zollern
(Nordwand des nördlichen Querschiffs, links vom Hochaltar)

Ohne Inschrift.
Obwohl der Stein etwa aus dem 15. Jahrhundert stammt, darf angenommen werden, daß er das Grab des Hauptstifters des Klosters, Adelbert von Zollern, bedeckte, zumal von der Bestattung eines anderen Zollern in der Klosterkirche nichts bekannt ist. Man glaubt auch, das Grab Adelberts am 5. Februar 1962 entdeckt zu haben. Die Lage im Mittelschiff, nahe der bebilderten Säule der Nordarkaden, erscheint dem als Laienbruder in das von ihm gestiftete Kloster eingetretenen Zollerngrafen angemessen.

 

XIII. Grabplatte mit Wappen der Grafen von Sulz
(rechts vom Hochaltar)

Ohne Inschrift.

 

XIV. Grabplatte für Frau Susanna Catharina Göckel
(Ostwand des nördlichen Querschiffs)
Regierungsratswitwe, gestorben 19. September 1731

 

XV. Grabplatte des Jakob Stolz
(Ostwand des nördlichen Querschiffs)

Inschrift:
SUB SAXO HOC IANI REQUIESCUNT OSSA IACOBI STOLZI CUI LUCEM PRIMA BLABYRA DEDIT TRES ANNOS VIVENS ET BIS DUO LUSTRA IN TERRIS SED NUNC REGNAT IN ARCE POLI 1626

Deutsch:
Unter dieser Türschwelle ruhen die Gebeine des Jakob Stolz, der in Blaubeuren das Licht der Welt erblickte. 23 Jahre hat er auf Erden gelebt, jetzt aber thront er in der Himmelsburg.

 

XVI. Grabplatte für Abt Alexius (Totengerippe) (1505-1523)
(Nordwand des nördlichen Seitenschiffs, links vom Turmeingang)

Das Grabmal, dessen Bild ebenso zu Sage und Legende reizte wie zu wissenschaftlicher Forschung, ist in Verbindung mit der Grabplatte desselben Abts (II.) zu sehen und hat vielleicht ursprünglich unter derselben gelegen. So sind Schlange und Kröte wohl nicht als Sinnbilder für die vielen Nöte und Drangsale zu verstehen, die der Abt während seiner Amtszeit zu durchleiden hatte und die an seiner Lebenskraft zehrten, sondern als Symbole der Verwesung und Hinfälligkeit des Menschen, der auch ein Abt unterworfen ist. - Beide Grabplatten wurden wahrscheinlich noch zu Lebzeiten des Abts angefertigt.

 

XVII. Grabplatte eines Ritters
(Nordwand des nördlichen Seitenschiffs, links des Turmeingangs)

Ohne Inschrift.

Das Bildnis, das erst 1846 unter dem Bodenbelag aufgefunden wurde, gehört zu einem Grab, das vor dem früheren evangelischen Altar lag. Dort sollen bestattet sein die beiden Schirmvögte des Klosters, Luzelmann von Teck mit Frau und Tochter († 1309) und Hermann von Teck mit Frau Beatrix († 1363). Auch Gottfried von Zimmern mit Gemahlin Agnes von Teck.

 

XVIII. Grabplatte des ev. Abts D. Johann Kraft (1689-1695)
(links vom Turmeingang)

Inschrift:
SUB HOC SAXO QUIESCIT IN PACE ET SPE BEATAE RESURRECTIONIS DOCTOR THEOLOGUS JOHANNES GRAFTIUS PROFESSOR TUBINGAE PHILOSOPHUS PER VII LUSTRA IUVENTUTE BENE MERITUS DENOM. COENOBII IN ALPIRSBACH PER VI ANNOS PRAESUL ET ABBAS NATUS MINGRINGHUSAE IN PRINCIPATU WALDECCENSI ANNO MDCXIIX MORTUS IN DOMINO HIC ALPIRSBACH MDCXCV D. XXX. IANUARII MONUMENTUM PIETATIS PARENTI OPTIMO POSUERUNT LUGENTES EX CONIUGE BEATAE MEMORIAE REGINA MARIA BEHRING FILII CHRISTIANUS FERDINANDUS EBERHARDUS!

Deutsch:
Unter diesem Stein ruht im Frieden und Hoffnung auf eine selige Auferstehung D. theol. Johannes Kraft, Professor der Philosophie in Tübingen, der sich 35 Jahre lang um die studierende Jugend wohl verdient gemacht hat und sechs Jahre lang Vorsteher und Abt des Klosters in Alpirsbach gewesen ist. Er war geboren zu Mingringhausen in der Grafschaft Waldeck im Jahre 1622 und starb im Herrn hier in Alpirsbach am 30. Januar 1695. Ein Denkmal der Liebe setzten ihrem besten Vater die trauernden Söhne von der Gattin seligen Angedenkens Regina Maria Behring: Christian, Ferdinand, Eberhard.
(Abt Kraft ist der einzige ev. Abt, der in der Klosterkirche beigesetzt ist. Sein Grab befindet sich im Chor.)

 

XIX. Grabplatte von Magdalena Juditha Burger geb. von Reischach († 1632)
(Turmwand, links der Türe)

Inschrift:
HIE LIGT BEGRABEN DIE EHRN' UND TUGENDREICHE FRAW MAGDALENA IUDITHA GEBOHRNE VON REYSCHACH DES EHRVESTEN VORGEACHTEN HERREN ANDREAE BURGERS FURSTL. WURT. AMPTSSCHREIBERS ZU ALPERSBACH EHELICHE HAUSFRAW. DEREN GOT GENAD! AMEN JOB AM 19. C. ICH WAIS DAS MEIN ERLÖSER LEBT UND ER WIRDT MICH HERNACH AUS DER ERDEN AUFWECKEN! ANNO MDCXXXII DEN XXIIII. AUGUSTI

 

XX. Grabplatte von Abt Kaspar Krauss († 1638)
(rechts von der Tür zum Turm)

Inschrift:
ANNO MDCXXXVIII 28 7BRIS PIE OBIIT REVERENDISSIMUS DOMINUS CASPARUS PRIMUS HUIUS A FERDINANDO ROMANORUM IMPERATORE RESTITUTI MONASTERII ABBAS: VIR PIETATE DOCTRINA ET CONSILIO MAGNUS!

Deutsch:
Im Jahre 1638 am 20. September starb selig der hochwürdige Herr Kaspar, der 1. Abt dieses von Ferdinand, dem Römischen Kaiser, restituierten Klosters: ein Mann von großer Frömmigkeit, Gelehrsamkeit, Klugheit.
(Abt Kaspar Krauss von Pforzheim, mit dem Restitutionsedikt 1629 als Abt von Alpirsbach eingesetzt, regierte 1630-32 und 1634-38. Er kam vom Kloster Ochsenhausen.)

 

XXI. Grabplatte der Familie Sturm
(Nordwand der Sulzer Kapelle)

Inschrift:
STURMONIS LUDOVICI HAEC SUNT MONIMENTA THORIQUE C(onsorti)S ANNAE EX ENDIGA STIRPE SATAE 1493 LEONARDO STURM  RGENTINENSI SACERDOTI ET MONACHO INTEGERRIMO HIC SEPULTO LUDOWICUS STURM VIVENS FRATRI CHARISSIMO MESTUS POSUIT OBIIT 14 OCT ANNO 1506. VIATOR EI OPTA PACEM.

Deutsch:
Dies ist das Denkmal für Ludwig Sturm und seine Ehegefährtin Anna, die von Endingen stammt. 1493 Dem hier begrabenen Leonhard Sturm von Straßburg, dem untadeligen Priester und Mönch, setzt in Trauer dieses Mal dem teuersten Bruder der überlebende. Er starb am 14. Oktober 1506. Wanderer, gönne ihm den Frieden!
(Die obere Inschrift mit väterlichem und mütterlichem Wappen gilt also den Eltern, die nicht hier bestattet sind. Die untere Tafel widmete der Sohn Ludwig seinem Bruder Leonhard, der als Mönch am 14. Oktober 1506 gestorben war und in der Sulzer Kapelle beigesetzt ist. Da das Wappen der Familie Sturm in einem Schlußstein wiederkehrt, ist anzunehmen, daß die Straßburger Familie den Umbau dieser Kapelle aus dem vorherigen romanischen Seitenchor mit halbrunder Apsis mitfinanziert hat.)

 

XXII. Grabplatte eines Abts
(Auf dem Boden)

 

XXIII. Grabplatte eines Unbekannten
(Auf dem Boden)

 

XXIV. Grabplatte eines unbekannten Priestermönchs (14. Jh.)
(Südwand der Sulzer Kapelle)
Die Grabplatte, die wohl immer in die Wand eingelassen war, ursprünglich freilich an anderer Stelle, zeigt in eleganter Strichzeichnung
die Gestalt eines jugendlichen Mönchs im Meßgewand mit Kelch. Eine Inschrift oder Jahreszahl fehlt. Im benachbarten Kloster Wittichen findet sich eine Grabplatte von auffallender Ähnlichkeit. Leider ist die dortige Inschrift nicht mehr ganz zu entziffern. Sollte es sich nur um denselben Künstler handeln, der die beiden Platten gefertigt hat, oder doch um denselben Toten, einen Mönch des hiesigen Klosters, der nach Wittichen versetzt, dort starb
und bestattet wurde? So ließe sich erklären, daß seine hiesigen Mitbrüder von dem schön gelungenen dortigen Grabstein ein Doppel anfertigen ließen, das deswegen ohne Inschrift bleiben konnte.

 

XXV. Grabplatte von Abt Walter Schenk von Schenkenberg (1303-1337)
(in der Sakristei, wo sich auch das Grab befand)

Inschrift: ANNO DOMINI MCCCXXXVII II. IDUS AUGUSTI WALTHERUS ABBAS DNS STRENUUS

Deutsch: Im Jahre des Herrn 1337, am 12. August, (starb) der tatkräftige Herr Abt Walter.
(Walter von Schenkenberg [Ruine am oberen Neckar], offenbar Erbauer der Sakristei.)

 

XXVI. Grabplatte von Dorothea Frig (Frick?)
(Ostende der Südwand des südlichen Seitenschiffs)

Inschrift:
ANNO DOMINI 1550 AN S. BARBLA TAG STARB DIE EHRSAME FROW DORATEA FRIGIN? DER GOT GNEDIG SEI.
(Wer diese Frau gewesen ist und wie die Bürgerliche in den letzten Jahren der katholischen Zeit des Klosters zu der Ehre kam, in der Kirche bestattet zu werden, ist nicht mehr zu ergründen.)

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 28. November 2010 um 08:33 Uhr